Im Laufe des Sommers bekam ich eine Einladung aus den USA.
In Verbindung mit dem 4. Juli ( wird in den U.S.A. als der Unabhängigkeitstag gefeiert ) sollte eine Ausdauerprüfung , eine ZTP und eine Spezialzuchtschau für Deutsche Boxer stattfinden. Gerne kam ich der Einladung nach weil ich über amerikanische Boxer und deren Einfluss aus anderen Staaten, zwar gehört , aber niemals fundierte Aussagen bekommen habe.
Vom Flughafen wurde ich von aktiven Boxerfreunden abgeholt und sofort begann ein interessanter Dialog über unsere Hunde. Alles war sehr gut im voraus geplant, Hotel, Übungsplatz und Ausstellungsgelände mit sehr großen Ringen. Die Boxerfreunde waren an allen Dingen interessiert, lernfreudig und bereit alles zu meiner Zufriedenheit zu arrangieren.
Ich musste klarstellen, dass alle unsere Prüfung nach unseren in Deutschland gültigen Regeln durchgeführt werden müssen.
Nach einigem hin – und her gelang es schließlich , vier Hunde zur Durchführung der Ausdauerprüfung bereit zu stellen. Leider musste dann aber, aus mangelnder Kondition, bei zwei Hunden abgebrochen werden.
Am darauf folgenden Tag fand die Zuchtschau statt.
Es entsprach einer regionalen Auswahl an Boxern- leider blieb mir verwehrt eine größere Anzahl einheimischer Boxer zu beurteilen. Sehr erfreut war ich über zwei Nachfahren von mir gezüchteten Hunden. Einer kam aus Finnland, die andere aus einer Hündin, welche ich nach Amerika verkauft hatte. Sie war die erste Boxerhündin in Amerika mit einer SchIII. Prüfung, wurde 15 Jahre alt und hat ihre Besitzer glücklich gemacht.
Obwohl die Auswahl der vorgeführten Hunde lokal begrenzt war, hatten einige Aussteller eine mehr als fünfstündige Anfahrt auf sich genommen, um diese Schau zu besuchen.
BOB wurde der typvolle Rüde „ Liverpool The Fifth Element“ nach „ Hannibal Optima Grata“.
Die ZTP wurde von einem sehr temperamentvollen jungen Mann figuriert, der schnell und korrekt nach deutschem Vorbild und Schulung, arbeitete. Drei der angetretenen Boxer konnten die ZTP mit Bravour abschließen, einer konnte den Anforderungen nicht genügen.
Zusammenfassend war es eine sehr intensive Boxerveranstaltung über drei Tage mit sehr engagierten Teilnehmern, einer sehr guten Organisation und einer herzlichen Gastfreundschaft, die mir lange in sehr guter Erinnerung bleiben wird.
Toni Piasentin